Ratgeber FSME

Informationen für Betroffene und Angehörige

Was ist FSME?

Kaum sichtbar und doch gefährlich wecken Zecken und deren Entwicklungsstufen bei den meisten Menschen archäische Urängste. Ist die Angst vor Spinnen und Insekten in unseren Breiten in der Regel völlig unbegründet, so rechtfertigt die Zecke, die als Milbe zur Klasse der Spinnentiere gehört, als Überträger vieler Krankheiten unsere unterschwelligen Ängste zumindest zum Teil.

Neben den bekannteren Erkrankungen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose übertragen Zecken die auch für den Menschen gefährlichen Erkrankungen Babesiose, Ehrlichiose und Rickettsiose. Ironischerweise erkrankt die Zecke selbst nicht an den Erregern, sondern überträgt diese nur an den Menschen oder auch an Tiere, wie etwa den Haushund aber auch an Wildtiere. Obwohl die Borreliose die häufigste von Zecken übertragene Erkrankungen ist, gehört die FSME zu den wichtigen Erkrankungen die mit Zecken in Verbindung zu bringen sind.

Die Zecke nicht nur ekelig, sondern wirklich gefährlich

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder auch Frühsommer-Meningitiserkrankung führt zu einer Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute und wird durch ein Virus der Familie Flaviviridae ausgelöst. Trotz des hohen Bekanntheitsgrades und der großen Präsenz in den Medien gehört die FSME mit 200 – 500 Fällen pro Jahr, zu den selteneren Viruserkrankungen. Nur bei ca. 10 – 30 % der Infektionen erkrankt der Infizierte, der Rest der Ansteckungen verläuft asymptomatisch.

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FSME-News von Curado.de

  • Vorsicht beim Pilzsammeln: Auch im Herbst Gefahr durch Zeckenstiche
    Der Sommer neigt sich dem Ende zu, und viele denken bei Tätigkeiten im Freien nicht mehr an die Gefahren durch Zeckenstiche. Doch die Zeckensaison dauert bis weit in den Herbst hinein an, warnt das Deutsche Grüne Kreuz e. V. Gefährdet sind daher vor allem auch Pilzsammler, da sie sich im Wald meist abseits der breiten Wege bewegen. „Grundsätzlich erstreckt sich die saisonale Aktivität der häufigsten einheimischen Zecke, des Gemeinen Holzbocks, von März bis Oktober/November“, erklärt Dr. Olaf Kahl.
  • Impfung meist ohne Nebenwirkungen
    Mit präventiven Impfungen können sich Menschen vor Krankheiten wie Masern, Mumps und Röteln schützen. Doch immer wieder geraten diese Vorbeugemaßnahmen in die Kritik. Einzelne Experten verweisen auf mögliche Nebenwirkungen. Eine Auswertung des Robert-Koch-Instituts zeigt nun allerdings, dass es nur nach 2,1 Prozent der Impfungen zu Unverträglichkeiten kommt.
  • Reisende soll man nicht aufhalten: FSME-Impfschutz für Eilige
    Nicht nur in den FSME-Risikogebieten hierzulande – das sind neben Bayern und Baden-Württemberg auch Gebiete in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen – kann man sich mit dem gefährlichen Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) infizieren, sondern auch in anderen Ländern Europas. Ein besonders hohes Infektionsrisiko besteht laut Deutschem Grünen Kreuz e.V. (DGK) in Russland, der Tschechischen Republik, Litauen, Estland und Lettland.
  • Grundimmunisierung gegen Zeckenbisse regelmäßig auffrischen
    Das Risiko, von einer Zecke gebissen zu werden, ist im Sommer am größten und bleibt nicht immer folgenlos. Denn der kleine Blutsauger kann den Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis - kurz FSME - übertragen. Das FSME-Virus greift das zentrale Nervensystem des Menschen an.
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