Ratgeber FSME

Informationen für Betroffene und Angehörige

Entstehung von FSME

Obwohl die Erkrankung FSME oder auch Frühsommer-Meningoenzephalitis heißt, findet die Ansteckung nicht ausschließlich im Frühsommer statt. Ab einer Temperatur von ca. sieben Grad werden die einheimischen Zecken aktiv. Sollten die Temperaturen im Winter für eine längere Zeit über diesem Wert liegen besteht sogar im Winter die Möglichkeit eines Zeckenbisses und somit einer Infektion.
War die Verbreitung der Zecken in Deutschland früher überwiegend auf den süddeutschen Raum beschränkt so rücken die Risikogebiete immer weiter Richtung Norden vor.

Um ihre Beute leichter erreichen zu können klettert die Zecke auf Grashalme und Büsche und lässt sich von ihrer Beute abstreifen. Die Zecke lässt sich nicht wie häufig vermutet wird auf seine Beute von Bäumen fallen. Hat der Parasit seinen Wirt gefunden, so sticht er in der Regel nicht sofort zu, sondern sucht zum Teil mehrere Stunden nach einer zum Saugen besonders geeigneten Stelle.

Schnelle Entfernung der Zecke kann vor FSME schützen

Nach dem Zeckenstich (Zeckenbiss) beginnt die Milbe verschiedene Sekrete abzusondern, die zum einen die Blutgerinnung hemmen zum anderen aber auch den Schmerz an der Einstichstelle lindern, um die Entdeckung des Parasiten zu verhindern. Die Viren die die FSME auslösen sitzen bei der Zecke in den Speicheldrüsen, werden also von Beginn des Saugvorgangs an übertragen. Die Wahrscheinlichkeit der Infektion steigt aber auch hier mit der Dauer des Saugvorgangs. Die Erreger der Borreliose (Borrelien) befinden sich im Darm der Zecke und werden in 90 % der Fälle erst nach einer Saugdauer von über acht Stunden übertragen. Grundsätzlich sollte eine Zecke so schnell wie möglich entfernt werden.